Borckenfriede verdankt seinen
Namen angeblich einem nach langer Zeit endlich geschlichteten Streit
zwischen Mitgliedern der Adelsfamilie derer von
Borcke. Das ist Jahrhunderte her. Später wurde hier eine Bahnstation
gebaut. Der zum Rittergut gehörende
Aussenposten entwickelte sich zum Transportzentrum
für die landwirtschaftlichen Produkte der Gutsherren und Wohnort
des Bahnhofpersonals. Aus deren Behausungen sind nach der Stillegung
der Anlage idyllisch gelegene Anwesen einiger weniger Menschen geworden.
Bhf. Borckenfriede: Am 30. Mai 1997 hat hier zum letzten
Mal ein Personenzug gehalten.
"1863 gegen 11 Uhr fuhr der erste
Zug durch Borckenfriede...", schrieb Paul Rode aus Anklam
in seinem Rückblick auf die Entwicklung von Post- und Bahnbetrieb
in Finkenbrück und Borckenfriede. Vermutlich wollte der Autor
nicht witzig sein, sondern hat sich mit seiner ungenauen Zeitangabe
nur vertan. Jedenfalls wurde in jenem Jahr die Posthalterei in Finkenbrück
aufgelöst und nach Ferdinandshof und Borckenfriede verlegt.
Denn von nun an kam die Post mit der Bahn.