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Kleine Chronik von Altwigshagen |
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Ritter Oldag de Sverin gilt
als Gründer des späteren Altwigshagen.
Im Archiv des Kreises wird der Bau der Wehranlage mit 1224
angegeben. Als der Ort im Jahr 1295
in einer Urkunde genannt wurde, war sein Name Oldogheshaghen.
In späteren Schriften wandelt sich dieser Name zu Oldigeshagen
oder Oldewigshagen. |
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Brandenburg gegen Schweden... |
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Nach dem Ende des 30-jährigen Krieges
tauschte der königlich-schwedische Hofpräsident Georg
Friedrich von Borcke seine Länderein mit denen von Bogislav
von Schwerin und kam mit seiner Familie nach Altwigshagen.
Seine Nachkommen erwarben weiteren Besitz bei Anklam.
So entstand die Borck´sche Ecke. Im Jahre
1866 liess Hugo von Borcke
ein neues Schloss bauen. Sein Sohn Bernhard
Otto Ernst wurde 1945 durch die Bodenreform
enteignet. Er starb 1950 als letzter Gutsherr
von Borcke in einem Internierunglager im Südharz. |
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Aufstieg und Niedergang... |
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Markante Persönlichkeiten
halfen dem Gutsverwalter Karl-Heinz Graentz
zu Anfang des 20. Jahrhunderts den landwirtschaftlichen Betrieb aus der
Verschuldung zu retten. Zu ihnen gehörte bestimmt Clara
Prengel, die als junges "Fräulein" 1928
den Geflügelhof in Altwigshagen
mit aufbaute. Auch Obergärtner Wilhelm Schimming
und Brennmeister Karl Müller sorgten
mit ihren Fähigkeiten für das Wohlergehen des Patrons und vieler
abhängiger Familien. |
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Clara Prengel... |
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Wilhelm Schimming... |
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Karl Müller... |
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Die finanziellen Schwierigkeiten der adligen Familie zwang den unerfahrenen
Gutsbesitzer Bernhard von Borcke Teile seiner
Ländereien zu verkaufen. So kamen die ersten freien
Bauern nach Altwigshagen. Ewald
Weiss kaufte 1922 die Mühle
am Ziegenberg. Auch Bahnbeamte, Bauunternehmer
und andere Handwerker und
Geschäftsleute siedelten sich an. |
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Die freien Bauern kommen... |
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Der Zweite Weltkrieg entzog dem Gut Altwigshagen
die meisten der männlichen Arbeitskräfte. 15
Männer sind im Krieg gefallen. Kinder,
Frauen und alte Leute
mussten die schwere Feldarbeit verrichten. Ab 1943
kamen die ersten Flüchtlinge, die meisten
aus Stettin. Die Nationalsozialisten
schickten Kriegsgefangene zur Unterstützung.
Die grossen Flüchtlingsströme setzten
ab März 1945 ein. Jeder Quadratmeter in
den Wohn- und Wirtschaftsgebäuden wurde genutzt, um die verzweifelten
Menschen zu beherbergen. |
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Das Rittergut wird zur sozialen Einrichtung... |
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Die sozialistische Gesellschaftsordnung
bestimmte während mehr als vier Jahrzehnten das dörfliche Leben
in Altwigshagen. Im Mittelpunkt
stand die Landwirtschaft. Die
Ackerflächen der einzelnen Bauern
wurden zusammengelegt und gemeinsam bewirtschaftet. 1964
öffnete eine moderne zehnklassige polytechnische
Oberschule ihre Tore. Die Tradition der Erntefeste
erlebte neue Höhepunkte. |
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Gemeinschaft und Jugend... |
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Nach der so genannten Wende 1989 verloren
viele Einwohner der Gemeinde ihre Arbeit. Die meisten waren in der landwirtschaftlichen
Produktionsgenossenschaft "Fortschritt"
beschäftigt. Während und kurz nach der Privatisierung
musste die aus der LPG hervor gegangene ALWI
agrar GmbH & Co KG grosse Bereiche ihrer Produktionsabteilungen
schliessen. Auch in der Region verschwanden zahlreiche und selbst rentable
Betriebe. Aber das Leben der Bewohner geht weiter,
auch wenn viele der jungen Leute wegen der geringen
Zahl von Arbeitsplätzen den Landkreis verlassen (haben)... |
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vorgestern, gestern, und heute... |
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wirtschaftlicher Neubeginn |
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| Rosemarie Voigt hat zu Beginn dieses
Jahrhunderts im Rahmen eines ABM-Projektes eine Chronik für die Gemeinde
Altwigshagen zusammengestellt. Die meisten Angaben und Fotografien auf dieser
und den folgenden Seiten entstammen dieser Arbeit. – Für eventuell
vorkommde Fehler bitten wir im Voraus um Entschuldigung. |
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info(at)altwigshagen.de – für Fehlermeldungen, Ergänzungen,
Anregungen und Kritik immer dankbar. |
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